Der Hochzeitsmarkt boomt und mit diesem Boom steigt auch die Anzahl der Hochzeitsfotografen. Aus dieser Auswahl den richtigen zu finden, ist nicht immer leicht. Worin sich aber (zum Glück) die Meisten unterscheiden, ist der Stil, die Arbeitsweise, die Persönlichkeit und natürlich auch im Preis.

Ein Stil, in dem ihr euch wiederfindet

Irgendwo muss man ja anfangen und ich habe mich für den Bildstil entscheiden.
Wichtigster Punkt ist hierbei, dass euch die Bilder auf Anhieb zusagen und ihr sofort spürt: Das ist es! Ihr müsst euch in den Bildern ein Stück weit wiederfinden. Seht ihr euch in diesen Bildern bzw. in der Art und Weise, wie sie fotografiert worden sind? Perfekt!

Hochzeit zur Bleiche Burg spreewald Hochzeitsfotograf Raphael Kellner

Und wenn nicht? Dann versucht den Fotografen auf keinen Fall zu verbiegen. Wenn ihr einen bestimmten Stil nicht bei eurem ausgewählten Fotografen gesehen habt, geht nicht davon aus, dass er „das schon machen wird“.

Ein Beispiel: Ihr habt einen Fotografen gefunden, der viel mit natürlichem Licht arbeitet? Dann erwartet nicht, dass er für euch Bilder mit opulentem Blitzlicht und Effekt erstellen kann. Mit dem Stil ist das wie mit dem Charakter oder der Handschrift – daran lässt sich wenig ändern. Und die Ergebnisse werden nie so, wie ihr sie euch vielleicht vorgestellt habt. Also lieber weitersuchen.

Und die Arbeitsweise?

Grob kann man sagen, dass sich Hochzeitsfotografen in zwei Arbeitensweisen gliedern lassen: Reportage-Stil und Inszenierung.

Beim Reportage-Stil geht es darum, den Hochzeitstag ungestellt und möglichst authentisch zu fotografieren bzw. festzuhalten. Es wird also so wenig wie möglich eingegriffen. Die meisten Fotografen „mischen sich unters Volk“ und halten die vielen kleinen und großen Situationen fest.

Hochzeitsfotograf Raphael Kellner Spreewald SpreehochzeitBei mir ist es bspw. so, dass ich auch beim Paarshooting relativ wenig Anweisungen gebe, um euch freien Lauf zu lassen. Bewegt euch, habt euch lieb, knutscht, umarmt euch, blödelt rum, genießt die Zeit – kurzum: Seid ihr selbst.
(Keine Bange, wenn ich beim Paarshooting merke, dass ihr nicht so recht wisst, was ihr mit euch anstellen sollt, gibt es natürlich kleine Hinweise.)

Viele Fotografen möchten euch einfach so zeigen, wie ihr wirklich seid und da bringt es nichts, euch in die immer gleichen (ausgelutschten) Posen zu stellen.

Ein ziemliches Gegenteil ist es, wenn ein Fotograf eher inszenierend arbeitet. Es wird arrangiert, Regieanweisungen werden gegeben und immer wieder eingegriffen oder gar bestimmte Situationen nachgestellt. Eine Standesbeamtin hat mir mal erzählt, dass es sogar Fotografen gibt, die die Paare während der Trauung ansprechen und Anweisungen geben…das ist so absolut nicht meins…

Für welchen Stil ihr euch entscheidet und welche Arbeitsweise euch zusagt, müsst ihr natürlich ganz allein wissen. Sagt es euch mehr zu, möglichst natürliche Hochzeitsbilder zu haben oder seid ihr von der Art eher die, die Inszenierungen mögen?

Tipp: Achtet darauf, dass der Stil des Fotografen von Anfang an zu euch passt. Versucht ihn nicht „zu verbiegen“.

Auch zum Thema „Hochzeitsfotografen finden“ gibt es bereits eine informative Podcast-Folge:

Im zweiten Teil sprechen wir dann über den Fotografen als „Typ“. Teil 3 soll euch dann noch einige Tipps und No-Gos mitgeben.