Ding, Ding, Ding! Runde 3 der kleinen Artikel-Serie. Hier soll es gar nicht mehr primär um das Finden gehen. Stattdessen möchte ich noch ein paar letzte Tipps und eben auch NoGos mit auf den Weg geben.

Hochzeitsfotograf Cottbus Spreewald Zur Bleiche Raphael Kellner Kahnfahrt Hochzeit Preisverhandlung„Was kostet das?“

Was ich als Fotograf immer wieder erlebe und jedes Mal schade finde: Unfreundliche Anfragen. Warum fällt es manchen Menschen so schwer, eine Mail mit einer Anrede, einem kurzen Text zur Hochzeit und einer vernünftigen Verabschiedung zu schreiben. Ich finde, dass hat etwas mit Respekt zu tun.

Einfach nur „Wir heiraten, was kostet ne Hochzeit bei ihnen?“ ist irgendwie unhöflich und ehrlich gesagt antworte ich darauf schon gar nicht mehr. Denn hier wird jedes Mal klar, dass es eigentlich nur darum geht, irgendeinen Fotografen dabei zu haben – und am Besten den Günstigsten.

Wenn ihr also dem Fotografen eurer Wahl eine Nachricht schickt, schreibt ruhig ein paar Zeilen zur Hochzeit dazu, bspw. wie lang ihr euch eine Begleitung am Hochzeitstag wünscht. Wenn ihr ein bestimmtes Budget habt, dann schreibt das einfach mit dazu.

Essen Fotografen eigentlich auch was?

Genug gemeckert. Was mir mittlerweile auf jeder Hochzeit auffällt, die ich begleiten darf: So bald es Kaffee und Kuchen oder Abendessen gibt, bin ich mit eingeplant. Das ist nicht selbstverständlich und ich freue mich jedes Mal sehr drüber. Auch Fotografen müssen mal etwas essen und beim Essen fotografieren sieht ohnehin blöd aus 😉
Klar, ein Fotograf ist im Prinzip ein Dienstleister, aber schaut einfach drauf, dass auch dieser gut versorgt ist. Es muss auch gar nicht zwangsläufig ein Platz mitten in der Hochzeitsgesellschaft sein (auch wenn das ein großes Zeichen von Wertschätzung ist) – ein Platz an der Bar, etc. tut es auch.

Preisverhandlung?

Das Nachfolgende habt ihr nicht von mir.
Ihr habt einen Fotografen, der vollkommen zu euch passt, aber das Budget reicht leider nicht? Dann gibt es da nur zwei Möglichkeiten: Versucht an anderer Stelle zu sparen bzw. doch das Budget zu erhöhen oder….verhandelt.

Bevor ihr dem Fotografen einfach absagt, weil er zu teuer ist, fragt doch mal lieb nach, ob sich am Preis ggf. noch was machen lässt. Vielleicht verzichtet man im Umkehrschluss auf eine oder zwei Leistungen.

Aber da kann ich nur von mir sprechen. Wenn ich merke, da möchte ein total sympathisches Paar unbedingt, dass ich die Hochzeitsbilder mache und das Budget wird knapp, bin ich der Letzte, der sich darauf nicht einlassen würde.
Bisher hat sich dann immer eine Lösung gefunden.

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„Echte“ Bilder?

Einige Fotografen werben gern mit Bildern aus so genannten „Styled Shootings“ bzw. Bildern die sie auf Workshops aufgenommen haben. Hierfür versammeln sich Locations, Visagisten, Floristen, Fotografen und eben auch „Brautpaar“ zu einem groß angelegten Shooting. So ein Shooting hat etliche Vorteile: Fotografen können sich ausprobieren, Floristen, Ausstatter und Visagisten können auch mal ausgefallenere Dinge versuchen. Ich finde, dass ist grundsätzlich eine sehr gute Sache.

Allerdings darf man nie vergessen, dass diese Bilder nicht der Wirklichkeit entsprechen und nicht unter den realen Bedingungen einer Hochzeit entstanden sind. An einem Hochzeitstag herrscht häufig Hektik und vom Fotografen ist viel Reaktionsvermögen gefragt.

Lasst euch also auch mal komplette Tagesreportagen aus echten Hochzeiten zeigen, um ein genaues Bild von der Arbeit des Fotografen zu bekommen.

Tipp: Ein kleines bisschen Wertschätzung sorgt dafür, dass euer Fotograf euch „liebt“! Und dann klappt es vielleicht sogar mit einer Preisverhandlung…

Auch zum Thema „Hochzeitsfotografen finden“ gibt es bereits eine informative Podcast-Folge:

Falls ihr Teil 1 & 2 verpasst habt, geht es hier entlang: 1: Der Stil | Teil 2: Der Typ
Ach kennt ihr eigentlich schon mein Pinterest-Profil?